Tarifa

Costa de la Luz

Wir erkunden Andalusien mit unserem neuen Hobby: unserem Wohnmobil. Es ist die wahrscheinlich letzte Test-Tour, bevor wir Ende Juni zur großen Reise nach Mecklenburg-Vorpommern, Polen und ins Baltikum aufbrechen. Als Wohnmobil Neulinge gibt es immer noch vieles zu lernen für uns, und wir wollen die Tour nutzen um Erfahrungen im WoMo Leben zu sammeln.

Erstes Ziel: Tarifa

Die südlichste Stadt auf dem europäischen Festland Wohlgemerkt Festland! Die aller-südlichste Stadt Europas liegt auf Kreta, und damit auf einer Insel. Tarifa ist von unserer Wahlheimat Caleta de Velez entspannte 250 Kilometer entfernt. Auf dem Weg passieren wir die britische Enklave Gibraltar. Gibraltar hatten wir vor zehn Jahren mal besucht, und beschlossen: einmal sehen reicht völlig aus. Weder ist es besonders schön, noch gibt es etwas spektakuläres zu entdecken. Wir haben es lediglich besucht, um es auf unserer Reisekarte abzuhaken.

In Tarifa stellen wir uns auf dem Bezahl-Parkplatz der Stadt für 8Euro. Laufweite zur Stadt: 500 Meter. Perfekt. Afrika sieht zum Greifen nah aus, und ist nur 14 Kilometer entfernt.

Wir wollen die Stadt erkunden und laufen los. Es geht am Strand entlang.

Rechts von uns: traumhafter-weißer-breiter-langer-Atlantik-Sand-Strand. Herrlich anzusehen sind die vielen Kite-Surfer, die durch Wellen und Wind fliegen. Einige wenige aber schöne aussehende Chiringuito Strand-Restaurants.

Links von unserem Laufweg: Graffiti besprühte Beton Mauern. Appartement Blöcke. Ein Kinderspielplatz. Ein schön gemachter – jedoch geschlossener – Beachclub / Restaurant Mandala https://mandalatarifa.com/

Am Ende der Strandpromenade geht’s rüber zur “Isla Tarifa”, dort ist dann wirklich der südlichste Punkt des europäischen Festlands. Nach unserer halbstündigen Wanderung erholen wir uns erstmal im Chiringuito Balneario. Bier 3.50, Wasser 3 Euro. Aufmerksamer guter Customer Service und eine Hunde-Trinkschuessel in der Größe eines Suppen-Topfes erfreuen uns.

Wunderschöne Strände in Tarifa

Gestärkt gehts weiter, hinein in die Altstadt Tarifas.

Kopfsteinpflaster. Weiße Häuser. Schmale Gassen. Souvenir Shops mit allerlei lustigen sinnvollen und -freien Angeboten. Boutiquen mit viel Hippie Charme, Boheme Klamotten und Schmuck, das erinnert mich ein wenig an Ibiza. Toller Stil!

Viele Restaurants, viele Crêpes Shops und Eisdielen.

Die Spezialität auf den Speisekarten ist der Rote Tunfisch, dass ist uns schon im letzten Jahr aufgefallen, als wir weiter nördlich an der Costa de la Luz in Conil de la Frontera waren. Diesen ‘Red Tuna’ werden wir uns in den nächsten Tagen mal genauer ansehen und probieren.

Es gibt viele Reisebüros und Touristen Sightseeing-Angebote. Highlights sind Tagesausflüge nach Marokko, das nur eine Stunde per Fähre entfernt ist, mit Kamel reiten.

Ein weiteres Highlight sind Wal- und Delphin Ausflüge mit Glassboden-Booten, beworben als ‘respektvolle Ausflüge: ‘ Die Kapitäne folgen den Richtlinien von firmm, um Störungen der Wale und Delfine zu vermeiden’.

Denn an der Meerenge von Gibraltar, an der wir uns befinden, treffen sich Atlantik und Mittelmeer. Daraus ergibt sich eine Vielfalt an Meeressäugern: Grindwale, Pottwale, Schwertwale, Finnwale, sowie drei Arten von Delfinen. Die Broschüre verspricht sogar: ‘Auf 99% aller Ausfahrten sehen Sie Wale und Delfine. Sollten Sie dennoch einmal keine zu sehen bekommen, können Sie an einer weiteren Fahrt kostenlos teilnehmen’. Muss wohl einiges Getier unter Wasser geben.

Kürzlich habe ich gelesen, das es in der Bucht um Barbate häufig zu Unfällen komme, wenn Segelboote von Orcas angegriffen werden. Hier ein Link dazu.

Über all der Werbung schwebt der Begriff “Öko-Tourismus” und “Schutz der Artenvielfalt und der Meeressäuger”. Also auch im südlichsten Punkt Europas – vor den Toren Afrikas – ist man achtsam.

Unsere Tour dient ja dem lernen, wie reist man im Wohnmobil?

Vieles Tipps haben wir uns im Vorfeld geholt, erneut an Dank an Tante Erika, sie ist unser ständiger Berater. Wichtig ist Sicherheit, man will ja nicht ausgeraubt oder überfallen werden.

Hilfe!

Gas Alarm!

Wir haben einige Geschichten gehört, das nachts Betäubungs-Gas in den Innenraum geleitet wird, und während die Besitzer ausgeknockt schlummern, rauben Diebe das WoMo aus. Die Lösung: ein Gas-Alarm! Aber Vorsicht! Gas! Alarm! Dieser wird auf Bett-Höhe angebracht, also quasi auf Körper-Höhe.

Ihr wisst was jetzt kommt, oder?!

Lässt man mal nachts einen ordentlichen Brummer fahren, geht der Gas-Alarm an!

Blöd, oder?

Also vielleicht doch nicht die beste Lösung.

Wir haben uns bei der Vorstellung köstlich amüsiert, jedoch vorerst davon abgesehen (natürlich nur wegen unserm Hund RockY).

Altstadt Tarifa

In Tarifa schummeln wir Abends erneut und kochen nicht im WoMo. Kochen! Und duschen! Das sind die 2 Kernpunkte, die wir bis dato ausgelassen hatten. Aber am ersten Tag darf man noch schummeln, oder?! Das marokkanische Restaurant Souk ist prima, wir blicken rüber auf Afrika und Marokko und lassen uns die Tagine schmecken. Ab morgen wird aber selbst gekocht!

Aber dann kommt der 2. Kernpunkt: duschen! Vor dem schlafen gehen teste ich das duschen im WoMo. Klappt es? Nein! Also ja. Also so halb.

Unser WoMo hat eine prima Duschwand, die sich bei Bedarf ein- und aufklappen lässt. Das ist super. Es ist zwar ein wenig eng, wenn man jedoch unter 100 Kilo wiegt geht es. Für uns also kein Problem, wir dürfen nur nicht zunehmen.

Wir haben guten Wasserdruck, das ist auch prima. Nichts ist schlimmer wenn eine Dusche nur tröpfelt.

Aber: das Wasser wird nicht warm.

Zulange will ich nicht warten, um nicht zuviel Wasser zu verschwenden. Also dusche ich kalt.

Das größere Problem ist jedoch der Abfluss, denn das Duschwasser fließt nicht ab. Hmmmm. Nachdem wir mit nassen Füßen allerlei Knöpfe gedrückt haben, und immer noch nichts passierte, vertagten wir das Problem auf den nächsten morgen und auf Tageslicht. Um das Bad nicht so nass zu lassen, habe ich eine halbe Stunde lang das Duschwasser mit einem Lappen aufgewischt und diesen immer in die Toilette ausgewrungen. Warum das eine Kettenreaktion ausgelöst hat, die buchstäblich zum Himmel stinkt, darüber berichten wir im nächsten Beitrag.

Fazit: Tarifa können wir empfehlen. Als youngster zum Kiten oder zum Feiern (am Wochenende steppt hier garantiert der Papst), oder für die älteren Generationen als Tagesausflug.

Heute geht’s weiter nördlich entlang der Costa de la Luz nach Barbate.

Entlang der schönsten Strände Europas.

Wenn ihr der Reise folgen wollt, könnt ihr eure Email Adresse hier eintragen, und werdet automatisch über neue Blog-Beiträge informiert

Miete mich! Übrigens kann man unseren Rock’n’Road mieten, wenn wir ihn nicht benutzen. Dafür gibt es mittlerweile Wohnmobil-Vermiet-Plattformen, ähnlich wie AirBnB für rollende Unterkünfte. Wir haben https://www.yescapa.com/motorhomes/47456/ ausgewählt, da bei der Buchung sowohl Versicherung als auch Pannehilfe automatisch dabei ist.

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