Wir stecken zwische Pase 2 und 3 fest

In der letzten Woche hatte ich über die vier Phasen berichtet. Wir waren rasant von Phase 1 (Euphorie) in Phase 2 (Frust) gerutscht. Diese Woche hängen wir gefühlsmäßig zwischen Phase 2 und Phase 3 (Anpassung) fest. Wir warten immer noch auf den Mietvertrag für die Restaurant-Location, ohne den wir kein Visum bekommen, keine Trading Lizenz, keine Permits – also nichts wirklich vorangeht. Das Problem liegt wohl beim derzeitigen Mieter der Location, der über die Nicht-Vertragsverlängerung nicht glücklich ist. Der dreijährige Mietvertrag ist ausgelaufen und wird nicht verlängert. Hat er damit nicht gerechnet? Wer weiß das schon. Das Hotel will ihn raus haben und wir sollen rein. Es dauert halt länger als gedacht, trotzdem halten wir am Eröffnungstermin im August 2025 fest.

Möbel! Wir brauchen Möbel!

Wir brauchen Restaurantmöbel, also die langen Holztische und Bänke im bayerischen/alpinen Stil. Diese Bierbank-Garnituren haben wir in Großbritannien immer von den Brauereien bekommen, für Dubai ist das jedoch nicht schick genug. Hier am Golf muss man ein wenig mehr Ambiente / Atmosphäre bieten als das Brachiale / Rustikale. René checkt gerade Schreinereien in Dubai (Al Quoz) und in Sharjah (neben Dubai und günstiger) sowie bei Alibaba in China – wir sind gespannt.

Wir brauchen noch viel mehr

Natürlich brauchen wir nicht nur Möbel. Ich befasse mich gerade mit bayerischen Outfits. Woher bekommen wir die Dirndl? Und die Lederhosen? Und wo bekommen wir deutschsprachige Mitarbeiter her? In Großbritannien haben wir mit Studenten zusammengearbeitet, die in London studiert und im Beerhouse nebenbei gekellnert haben. Aber hier? Bislang brachten Stellenanzeigen auf LinkedIn keinen Erfolg. Wir wollen keine steifen Oberkellner, sondern witzige, lebensfrohe Persönlichkeiten. Das kann eine echte Herausforderung werden …

Ohne WhatsApp geht nix

Ohne WhatsApp geht nichts. Dank unserer Nachbarin bin ich nun Mitglied in der WhatsApp-Gruppe „Super Mamas“ von Springs 10. Na ja, ich bin ja Hunde-Mama. Die Infos sind tatsächlich super: Am Freitag kommt der Eiswagen. Handwerker, Verkaufsangebote und Infos aller Art werden hier geteilt. Und viermal im Juni findet „Thermal Fogging” statt. Was?

Wir werden eingenebelt

„Thermal Fogging – bitte bleiben Sie in Ihren Häusern.“ Das war ja eigentlich klar, schließlich wohnen wir in einer sehr grünen Wohnanlage. Thermal Fogging dient sowohl der Schädlingsbekämpfung als auch der Desinfektion. In der Nachricht steht: „Bitte bleiben Sie die nächsten zwei Stunden in Ihren Häusern.“ Klare Ansage, oder? Unser Gärtner sprüht ohnehin schon einmal pro Woche „irgendetwas gegen Mücken”. Das muss schrecklich riechen. Rocky sitzt dann immer hinter der Tür und heult. Der Arme.

Wie geht Gated Community?

Damit ihr seht, wie wir wohnen, habe ich auf der Fahrt nach Hause ein Video aufgenommen. „Gated Community” bedeutet, dass immer kontrolliert wird, wer kommt und geht. Vor uns sind zwei Careem-Fahrer, die Lieferungen bringen. Auch diese muessen sich immer registrieren.

RockY gehts ans Fell

Unser spanischer Wasserhund muss alle zwei Monate zum Friseur. Wie bei allem anderen kommt auch der Hundefrisör zu uns nach Hause. Ein umgebauter Kastenwagen mit Klimaanlage fährt vor, Rocky wird reingehoben. Seine Augen werden so groß wie Spiegeleier. Er versteht schnell, was vor sich geht. NEIN!!! Er hasst den Friseur. Muss er halt durch. Kosten 220 AED =  55 Euro.

Auch Rene gehts ans Fell

Auch René sucht sich einen Friseur und einen Pediküre. Alles zur gleichen Zeit: Ohren, Nase (Wachs oder Schere?) und Augenbrauen werden gleich mitgemacht. 30 Minuten später ist er für 160 AED (40 Euro) fertig und strahlt wie RockY in getrimmten Glanz. Jetzt suche ich einen Salon, der sich meinen blonden Haaren annehmen kann.

Spass bei den Briten

Die Britische Industrie- und Handelskammer BCCD hat 1.100 Mitglieder in Dubai, und ist sehr aktiv. Jede Woche finden Veranstaltungen, Treffen und Seminare statt. Letzte Woche fand das Speed-Networking statt. Diese Woche steht die „New Members Reception“ auf dem Programm. Da mir das (Geschäfts-)Verhalten der Briten geläufiger ist als das der anderen Nationen, fühle ich mich dort sehr wohl. Meine 15 Jahre in Großbritannien haben mich halt geprägt.

Autofahren Teil 4 “Stur auf der Spur”

Ich habe mich daran gewöhnt und fahre mittlerweile auch auf der von mir sogenannten „Autobahn“, der E11, der Sheikh Zayed Road. Wenn man stur auf der Spur bleibt, klappt das ganz gut. Man darf nur die Ausfahrt nicht verpassen. So ist es letzten Sonntag bei unserem Sonntagsausflug passiert. Wir wollten „nur auf die Palm“, nur sieben Kilometer. Aus diesem „nur“ wurden jedoch eine Stunde Fahrzeit, weil wir gleich drei Mal die Ausfahrt verpasst haben. Bei unserer Ankunft im Frühstückslokal war die Stimmung gekippt. Wir haben nun auch Google Maps gelöscht und fahren nur noch mit Waze, denn dort sind die Ansagen klarer.

 

Im Mai meldet Dubai Hitzerekorde von 50 Grad. Schoen.
Dubai 2025

Was uns gerade richtig auf den Keks geht

Dubai ist nicht hundefreundlich! Wir möchten am Wochenende gerne etwas unternehmen und die Stadt erkunden. Aber draußen ist es zu heiß. Und in allen Einkaufszentren sind Hunde verboten. Was können wir also machen? Nicht viel. Und das nervt.

Unser erstes Buero in Dubai
Wie geht es weiter in Dubai? Seid dabei.

Das war unsere vierte Woche in Dubai. Vielen Dank für euer Interesse! Wir freuen uns ueber eure Kommentare und euer Feedback. Wenn ich Zeit habe, schreibe ich weiter und berichte, wie es uns ergeht. Hier könnt ihr den Newsletter abonnieren:

2 Comments

  • Anonym
    Posted Juni 1, 2025 10:42 0Likes

    Hallo Sabine, viele Grüße aus Spanien. Sehr interessant Dein Bericht. Ich drücke die Daumen, dass Ihr gut voran kommt und bin gerne in Gedanken dabei. LG Gil

  • Anonym
    Posted Juni 1, 2025 08:43 0Likes

    sehr spannend eine Wochenberichte, kann so vieles nachvollziehen, weil selbst erlebt…Personal finden, ja das ist ein Thema. Vielleicht klare zeigen wie das PAckage aussehen koennte und anbieten zB. Saisonvertraege. Viele scheuen die Kosten und das Ungewisse, wegen wohnen und monatlicher Kosten ( Steuern, Verpflegung etc.) WIr hatten damals Glueck und konnten die Europaeer ran holen , wie Taucher oder arabische Sprache lernen. Die konnten in den Hotels wohnen die uns angeschlossen waren etc. ABer das wird schon, schoen von Euch zu lesen , ich bin erstmal in der Toskana und danach ab nach Spanien an den Strand.

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